Höhere Flexibilität durch Superfonds
Klassische Investmentfonds legen in Einzeltitel an und ein Dachfonds investiert in Investmentfonds. Eine neue Kategorie stellt die der Superfonds dar, die wie Dachfonds mit stark erweiterten Rechten arbeiten und in ihrer Strategie sehr stark an die Anlagepolitik eines Hedgefonds angelehnt sind.
Dabei dürfen diese noch recht jungen Fonds, die das Konzept verfolgen, bei einer guten Umsetzung hohe Renditen zu erzielen, in so ziemlich alle Märkte investieren.
Dazu gehören unter anderem Aktien-, Renten-, Devisen- oder Rohstoffmärkte.
Jedoch gibt es zwei gravierende Unterschiede zu Hedgefonds: so ist es einem Superfonds untersagt, großvolumige Kredite aufzunehmen, wodurch ein Hebeln nicht möglich ist und zum anderen haben Superfonds die rechtliche Handhabe, in Derivaten anzulegen. Ein Superfonds- Manager genießt also eine ähnlich hohe Flexibilität wie der eines Hedgefonds und kann anders als im bisher geltenden deutschen Recht, gemischte Fonds auflegen, die neben Renten und Aktien auch Anteile über fünf Prozent hinaus halten dürfen. Laut Anlagestrategie dürfen auch Derivate genutzt werden, um den jeweiligen Investitionsgrad des Fonds auf bis zu 200 Prozent anzuheben.
Damit erhalten Anleger die Chance, in steigenden und fallenden Marktphasen von Gewinnen zu profitieren.
Zur Zeit werden Superfonds von nur wenigen Investmenthäusern den Anlegern angeboten, sodass es nicht ohne weiteres möglich ist, direkt Vergleiche anstellen zu können. Zudem unterscheiden sich die jeweiligen Anlagekonzepte stark voneinander, sodass sich, laut Expertenmeinung, diese Fonds noch verhalten vermarkten lassen.
Signifikant für einen Superfonds ist auch, dass die Benchmark frei definiert werden kann, sodass ein Fondsmanager die jeweilige Aktienquote gegen Null ansetzen kann, wenn allgemein die Ansicht besteht, dass der Markt korrigiert. Weisen die Prognosen dagegen in Richtung Aufwärtstrend, hat ein Superfonds- Manager die Möglichkeit, die Aktienquote auf 100 Prozent zu fahren.
Zu den Grundsätzen eines Superfonds gehört, dass er stark einem Vermögensverwaltungsfonds ähnelt, wo ebenfalls durch den Verwalter die Chance besteht, sowohl an fallenden wie auch steigenden Märkten zu partizipieren.
So bleibt für den Anleger die Frage offen, ob man diese Form der Verwaltung über einen Fonds machen lässt oder einer etablierten Vermögensverwaltung überlassen will.
