Werbung

Natur und Umwelt auf Santorin

Etwa 80% der Inselfläche von Santorin sind kultiviert. Landwirtschaftlicher Hauptwirtschaftszweig ist der auf Terrassen betriebene Weinanbau. Aber auch Obst und Gemüse werden von den Bewohnern für den Eigenbedarf angebaut. Da es auf Santorin keine großen und ganzjährig bewässerten Flüsse gibt, herrscht auf der Insel permanente Wasserknappheit.

Dennoch verfügt die Vulkaninsel Santorin über eine reiche Flora und Fauna. Die Pflanzenwelt Santorins wurde bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert vom deutschen Botaniker Theodor Heinrich Hermann von Heldreich dokumentiert. Von Heldreich gelang es 240 botanische Arten zu unterscheiden. Durch Einwanderer konnte der Pflanzenbestand deutlich erweitert werden. Heute verfügt das Archipel über mehr als 500 Samenpflanzen und Farne. Der Großteil der Vegetation Santorins wird von immergrünen niedrigen Büschen und Sträuchern, den so genannten Phrygana, bestimmt. Baumartige Pflanzen fehlen auf den Inseln dagegen fast völlig. Zu den am häufigsten auf Santorin vorkommenden Pflanzen zählen die Dornige Bibernelle, die Kretische Zistrose oder die Behaarte Spatzenzunge, ein Seidelbastgewächs. In den Bergen des Profilis Iljas herrschen Farne vor. An Standorten wo Bimsstein überwiegt gedeihen Strohblumenarten. Im Frühling findet man auf Santorin seltene Orchideen.

Die Tierarten auf Santorin sind bisher wissenschaftlich nicht vollständig erfasst worden. Zu den häufigsten Tieren des Archipels zählen Geckoarten. Der Türkische Halbfingergecko wird auch Hausgecko genannt, da er sich in Häusern versteckt hält und nachts auf Insektenfang geht. Der Ägäische Nacktfingergecko hält sich überwiegend am Boden auf, da ihm die typischen Hafthäute an den Extremitäten fehlen. Ebenfalls häufig anzutreffen ist die Europäische Katzennatter, welche in Griechenland als “heilige Schlange” bezeichnet wird. Die Leopardnatter, mit ihrer markanten Zeichnung, zählt zu den schönsten in Europa vorkommenden Schlangenarten. Ebenfalls auf dem Archipel heimisch sind kleinere Vogelpopulationen von Turteltauben, Haubenlerchen oder Schafstelzen.

Als ein besonderes Schutzgebiet innerhalb der Europäischen Union gelten die zum Archipel der Inseln um Santorin gehörenden Inseln Palea Kameni, Nea Kameini sowie das Massiv des Profitis Ilias.