Werbung

Landschaften auf der Dominikanischen Republik

Das Relief ist sehr gebirgig. Etwa von West nach Ost durchziehen das Land relativ schmale, langgestreckte Gebirgszüge, die von tief eingesenkten Längsfurchen getrennt werden. Aus gefalteten Sedimentgesteinen des Erdmittelalters und magmatischen Gesteinen aufgebaut, sind die dominikanischen Gebirge ein Bestandteil des nordamerikanischen Kordillerensystems. Es handelt sich dem Bau nach um Bruchfaltengebirge, denn außer Faltung fand eine junge Heraushebung der Gebirgsschollen entlang von Brüchen statt. Dass die Schollenbewegungen noch nicht zum Abschluss gekommen sind, beweisen die gelegentlich auftretenden Erdbeben. Die maximalen Höhen werden in der Cordillera Central erreicht, die im Pico Duarte bis 3175 m ansteigt. Nördlich von ihr verlaufen die Längsfurche des Cibao und jenseits von dieser die Cordillera Septentrional. Die bedeutendste Längsfurche im Süden ist die Enriquillo-Senke mit dem abflusslosen Enriquillo-Salzsee, dessen Spiegel 44 m unter dem Meeres-spiegel liegt. Südlich dieser Senke steigt die Sierra de Baoruco bis 2420 m an. Die Dominikanische Republik hat ein randtropisches Klima, das bei gleichmäßig hohen Temperaturen durch den Wechsel einer sommerlichen Regen- und einer winterlichen Trockenzeit bestimmt wird. Die starke Kammerung des Reliefs bringt es mit sich, dass das Staatsgebiet eine beträchtliche klimatische Differenzierung besitzt. Die nordostwärts exponierten, d. h. in bezug auf den Passat luvseitigen Teile der Insel sind mit über 2000 Millimetern Niederschlag feucht, die leeseitigen mit weniger als 700 Millimetern außerordentlich trocken. Im Pflanzenkleid drückt sich diese klimatische Differenzierung deutlich aus. Sukkulenten und Dornsträucher überziehen die trockenen Inselteile, immergrüner Regen- und Bergwald die feuchten Bereiche. In der Trockenzeit laubabwerfende Bäume herrschen in den semihumiden (halbfeuchten) und semiariden (halbtrockenen) Übergangsgebieten. Stark verbreitet sind in den Höhenstufen der Cordillera Central Nadelwälder mit Pinus occidentalis.