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Prepaidkarten als Alternative

Prepaidkarten für Handys waren lange Zeit nicht wirklich beliebt, boten sie doch keine oder zumindest kaum Vorteile gegenüber einem Handyvertrag. Die Tarife waren deutlich höher und ein Gratis-Handy gab es auch nicht dazu. So schloss jedermann alle zwei Jahre einen neuen Vertrag ab, sofern er denn einen bekam. Denn Kunden mit einem negativen Schufa-Eintrag wurden sehr schnell von dem Genuss eines Handyvertrags ausgeschlossen, daran hat sich bis heute nichts geändert und ist ein Grund dafür dass Prepaidkarten trotz ihrer schlechteren Leistung immer weitere Verbreitung erfuhren.
Vor nun etwa zwei Jahren wurden Prepaidkarten jedoch für immer mehr Menschen in Deutschland interessant, da zu dieser Zeit mit Simyo, einer Tochtergesellschaft von E-Plus, der erste Prepaidkarten Discounter auf den Markt kam. Der Erfolg stellte sich schnell ein und so wurden es immer mehr Anbieter dieser Art, die durch günstige Prepaid Tarife um die Kunden buhlten. Heute bieten diese Discounter unter den Anbietern von Prepaidkarten Tarife, die mit jenen vieler noch laufender Verträge durchaus mithalten können. Dazu kommt die sehr einfache Tarifstruktur, bei der Gespräche in alle Handynetze und das Festnetz zum gleichen Preis angeboten werden, gleiches gilt für SMS in alle Handynetze.
Besonders Interessant sind Prepaidkarten aber vor allem für jene Wenigtelefonierer, bei denen die Grundgebühr oder sogar ein nicht genutzter Mindestumsatz den größten Posten auf der monatlichen Handyrechnung bildet. Solche Fixkosten gibt es bei Prepaidkarten nicht, so dass durch den Wegfall einer Grundgebühr binnen der zwei Jahre Vertragslaufzeit eine ansehnliche Summe gespart werden kann. Daher kann es für viele Handynutzer in Deutschland eine Überlegung wert sein, das neue Handy, wenn denn ein neues erforderlich ist, selber zu kaufen und die Kosten hierfür durch Nutzung einer Prepaidkarte wieder einzusparen, vielfach ist das Sparpotential sogar höher als die Kosten für das neue Handy.