Golf - ein Sport für jedermann?
Golf spielen ist die Kunst, einen an sich unbeweglichen Ball, nicht zu verlieren! Das klingt zuerst einmal widersinnig, wenn man weiter darüber nachdenkt, wird sich das Rätsel um eines der schwersten Spiele überhaupt, lösen. War Golf früher eher eine "Elitesportart", so hat sie sich mittlerweile zum "Volkssport" entwickelt. In den letzten Jahren sind viele Golfplätze entstanden, oft an der großen Zahl der Golfbälle am äußeren Rand des Geländes zu erkennen. Denn so einfach, wie es aussieht, ist dieser Sport nicht. Was ist der Sinn dieses Spieles? Man bewegt sich über ein großes Rasengelände und versucht, die Golfbälle mittels diverser Golfschläger in 18 Löchern unterzubringen. Die Kunst dabei ist, dass man für das Einlochen der Golfbälle, möglichst wenige Schläge benötigt. Denn je weniger Schläge man braucht, desto besser das Ergebnis. Das hört sich noch recht einfach an. Allerdings sind auf dem Rasen einige "Hindernisse" eingebaut. So gilt es beispielsweise einen Wassergraben oder einen Sandhügel zu überwinden und häufig fliegen die Golfbälle in eine Richtung, in die sie gar nicht fliegen sollten - eben an die Ränder des Geländes. So ziehen die Spieler von Loch zu Loch und man fragt sich: Kann jeder einfach auf den Platz marschieren? Um den "richtigen" Golfplatz nutzen zu können, muss man die sogenannte "Platzreife" oder "Platzerlaubnis" haben. Das ist eine Art Führerschein für Golfer. Er besagt, dass der Spieler bestimmte theoretische und praktische Grundfertigkeiten für das Golfen erworben hat. Erlernen kann man diese auf speziellen Übungsanlagen. Dort werden Golfschläger und Golfbälle zur Verfügung gestellt und man lernt die Handhabung mit dem Schläger. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie fest und in welchem Winkel man schlagen muss, um den Ball in die gewünschte Richtung zu lenken. Und man lernt, sich in Geduld zu fassen. Denn ein Schlag will wohl überlegt sein. Zum Golfen gehört also nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Betätigung. Das Entwickeln von Strategien ist eine wichtige Komponente. Mit dem Erlangen des "Platzführerscheins" steht dem eigentlichen Spiel nichts mehr im Wege. Wenn man dann den passenden Golfclub gefunden hat, wird man sich schnell vom "Golfvirus" infizieren lassen.

