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Der Maler Günter Grass

Der seit dem Jahre 1999 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnete
Maler, Bildhauer und einzigartige Schriftsteller Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 im Stadtgebiet von Danzig im heutigen Polen geboren.

Neben seinem unbestrittenen schriftstellerischen Könnens, Günter
Grass gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller unserer
Zeit, kanalisiert er seine künstlerische Gabe auch in Form der Malerei und der Bildhauerei.

Günter Grass begründet seine schriftstellerische Tätigkeit mit dem
Schreiben gegen das Vergessen und setzt dies auch sehr bildhaft um,
indem alle Bücher vor dem nationalsozialistischem Hintergund ablaufen oder die Wirren nach dem Krieg abbilden.

International lies Günter Grass erstmalig mit seinem weltweit beachtetem
Roman "Die Blechtrommel" aufhorchen. Er verband den historisch realen
Hintergrund mit seiner surrealen Bildsprache, was seinen schriftstellerischen
Stil bis heute beschreibt.

Es folgten weitere sehr erfolgreiche, aber auch oft umstrittene Werke
wie zum Beispiel "Örtlich betäubt" oder "Der Butt".

Auch während dieser Zeit fertigte er jedoch auch künstlerische Werke
im Handwerk der Malerei und der Bildhauerei. Diese Werke wissen auch
zu überzeugen und befinden sich in vielen beachteten Ausstellungen.

Grass gilt auch als politisch aktiver Moralist und Intellektueller
und weiss mit seinen Auftritten in Talkshows und Interviews für
grosse Zeitungen Aufsehen zu erregen. Er war jahrelang in der SPD
die er jedoch 1992 verliess. Er setzt sich aber weiterhin für die
SPD in bestimmten Wahlkämpfen ein, so zum Beispiel 2005 im
schleswig holsteinischen Wahlkampf für Heide Simonis die ihren
Wahlkampf jedoch knapp verlor.

Zuletzt sorgte er in seinem autobiographisch beeinflusstem
Buch "Beim häuten der Zwiebel" für Aufsehen, da er eingestand
seinen Kriegsdienst in einer Gruppe der Waffen SS geleistet
zu haben. Dies konnte seinen Einfluss als weltbekannter Künstler
jedoch nicht schmälern.