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Kurztrip nach Paris auf einen Merlot

Da sitzt man nun in diesem Cafe mit Blick auf den Eiffelturm. Nachdem man heute gegen Vormittag mit einem günstigen Flug auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulles gelandet ist und sich nach dem Einchecken im Hotel sogleich daran gemacht hat, das Künstlerviertel Montmartre, den Louvre und die ganzen anderen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, ist man nun gegen Abend ziemlich erschöpft. Wie gut das der Kellner jetzt endlich den Wein bringt. Man hat sich für einen Merlot entschieden.
Aber ist das überhaupt stilecht? Ist der Merlot überhaupt ein französischer Wein? Den gibt’s doch auch in Italien!
Tatsächlich, doch obwohl man den leckeren Rotwein genauso gut in Florenz genießen kann, ist der Merlot mit hoher Wahrscheinlichkeit französischen Ursprungs. Immerhin gehört seine Trauben zu den wenigen Auserwählten, die Einlass in einen echten Bordeaux finden.
Eine „Merlot-Lese“ ist meistens ertragreich, da die Trauben früh und üppig reifen. Der daraus kreierte Wein hat ein weiches, schweres Aroma, das für den Kenner Spuren von Pflaumen birgt.
Gerne wird Merlot auch mit anderen Weinen kombiniert, um ihnen eine besondere Note zu verleihen.
Ein Spitzen-Merlot, wie man ihn genießen kann, wenn man sich für einen spontanen Wochenendtrip nach Paris entscheidet, wird in Eichenfässern gelagert, um ihn seine Aromen voll ausreifen zu lassen. Dann kann man ihn auch in reiner Form antreffen, zum Beispiel als Château Pétrus.

Seit ein paar Jahren bemüht man sich außerdem, mit dem Merlot ein Stück Frankreich nach Deutschland zu holen. In erster Linie sind es Pfälzer und Württemberger Winzer, die sich an diesem Projekt versuchen. Man darf gespannt sein.