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Saftfasten

Strenge Fastenkuren verlangen meist den vollständigen Verzicht auf feste Nahrung und die reichliche Aufnahme von Wasser und Tees, die höchstens durch kalorienarme Brühen ergänzt werden, wie zum Beispiel beim Buchinger-Fasten.

Beim Saftfasten werden dem Organismus mehr Vitamine, Mineralstoffe und auch mehr Kalorien zugeführt – bedingt durch den Fruchtzuckergehalt der Früchte. Die Stoffwechselumstellung, zu der der Körper durch das Fasten herausgefordert wird, wird von den meisten Saftfasten-Teilnehmern als „einfacher“ beschrieben.

Kritiker des Saftfastens, weisen allerdings genau auf dieses „Problem“ Fruchtzucker hin. Die Bauspeicheldrüse (Insulin) wird nicht wirklich entlastet und auch bei einer eventuell bestehenden Problematik mit Darmpilzen ist der Fruchtzuckeranteil der Obstsäfte eher unerwünscht, weil er die Regulation der Darmflora während des Fastens verhindert.

Aus diesem Grund verzichten die meisten Fastenvarianten auf Obst und Obsäfte und empfehlen stattdessen Gemüsesäfte und Brühen.

Wie könnte ein Saftfasten aussehen?

Beim Saftfasten nimmt man pro Tag 750 ml Obst- oder Gemüsesäfte zu sich. Zusätzlich werden mindestens 2 Liter kalorienfreie Getränke in Form von Mineralwasser und ungesüßtem Früchte- oder Kräutertee getrunken. Gemüsebrühen sind als Ergänzung ebenfalls möglich. Neben den in Kurkliniken oder Sanatorien durchgeführten Saftkuren (mit 1-3 Wochen Dauer) sind für zu Hause einzelne Safttage zur kurzfristigen Entlastung des Stoffwechsels empfehlenswert (so genannte Entlastungstage). Auch mehrtägiges Saftfasten kann man zu Hause nach Anleitung durchführen. Zuvor sollte man allerdings mit einem Arzt besprechen, ob irgendwelche Gründe gegen das Saftfasten sprechen. Eventuell kann bei einigen Patienten eine Kontrolle während der „Kur“ erforderlich sein .

Jede Fastenkur sollte von Maßnahmen begleitet werden, die die sogenannte Entschlackung und Entgiftung fördern, wie: Sauna, Bäder, Trockenbürsten oder Massagen um den Kreislauf sanft anzuregen und Bewegung im Freien.

Nach Beendigung des Saftfastens ist, wie nach jeder Heilfastenkur, ein langsamer Kostaufbau nötig, um Verdauungstrakt und Stoffwechsel nicht zu überfordern. Dieser Kostaufbau muss umso länger dauern, je länger das Saftfasten dauerte.

Saftfasten kann bei einer Vielzahl von Zivilisationskrankheiten heilend, lindernd oder vorbeugend wirken: Herz-und Gefäßleiden, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Stoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und Erkrankungen des Verdauungstraktes.

Mehr zum Saftfasten und Heilfasten finden Sie unter: www.gesund-heilfasten.de/