Tätowierstudios auswählen
Wer sich für ein Tattoo entscheidet, sollte bei der Wahl des Studios, in dem er sich tätowieren lässt besonders sorgfältig vorgehen. Beispielsweise wäre es gut zu erfahren, ob die Tätowierstudios in Hamburg, Berlin oder München einer regelmäßigen Kontrolle unterzogen werden, ob die Ausrüstung sorgfältig sterilisiert wird, und ob auch wirklich Einwegnadeln verwendet werden. Beim Tätowieren wird bekanntermaßen Pigment in die untere Hautschicht eingebracht. Dabei wird die Haut durchstoßen, es entsteht eine Wunde, die natürlich den gewöhnlichen Infektions- und Allergierisiken unterliegt. In den USA ist es beispielsweise einer Person, die eine Tätowierung erhalten hat, für 12 Monate untersagt, Blut zu spenden, wenn die Prozedur nicht in einem lizenzierten Studio stattgefunden hat, in dem garantiert sterile Gerätschaften verwendet wurden. In England werden grundsätzlich alle frisch Tätowierten für 6 Monate von einer Blutspende ausgeschlossen. Die meisten Tätowierer jedoch achten auf Einwegnadeln und eine gründliche Hygiene. Da die Tätowierungsgeräte mit Blut in Kontakt kommen, können sie Krankheiten übertragen, wenn sie bei mehr als einer Person verwendet werden, ohne sterilisiert zu sein. In modernen Studios in Hamburg, beispielsweise, sind solche Infektionen allerdings sehr selten. Problematischer sind Tätowierungen die von Amateuren gemacht werden, wie in Gefängnissen. Hier ist das Infektionsrisiko weit höher. Um dem zu begegnen wurde in Kanada ein spezielles Programm in Haftanstalten eingeführt. Häftlinge, die sich für den Beruf des Tätowierers interessierten wurden ausgebildet und mit den passenden Gerätschaften und Sterilisationseinheiten ausgerüstet. Infektionen, die durch unsterile Nadeln beim Tätowieren weitergegeben werden können sind beispielsweise Oberflächenentzündungen der Haut, Herpes simplex Viren, Tetanus, Pilzerkrankungen, einige Hepatitisarten und natürlich HIV. In den USA wurde allerdings noch kein Fall bekannt, bei dem eine HIV Infektion mit einer Tätowierausrüstung übertragen wurde.
