Motorsport Vereine
Die Motorsport Szene verändert sich. Während man bei Motorradfahrern früher an junge Rowdies dachte so stellt sich heute immer mehr heraus, dass viele beigeisterte Motorrad Anhänger der Generation 50+ angehören. Senioren, die sich bei Kaffeekränzchen und gemäßigter Tanzmusik unterhalten, gehören der Vergangenheit an. Schließlich war die Generation 50+ in den wilden 60er und 70er Jahren jung, und können mit den Aktivitäten, die ihre eigenen Eltern und Großeltern im Alter über 50 an den Tag legten, wenig anfangen. Also hinauf auf das schwere Bike, und auf zum Rockertreffen. Überall entstehen Motorsport Vereine speziell für Senioren. Biker über 50 fahren nicht unbedingt schlechter als Jüngere. Die etwas geringere Körperkraft und etwas langsamere Reaktionszeit gegenüber Jüngeren wird durch vorsichtigeres und voraus schauendes Fahren wettgemacht. Viele der Reiferen Generation können sich qualitativ höherwertige Maschinen leisten. Schließlich kann ein Familienvater mit Baby am Anfang seiner Karriere nur schwer in eine große BMW oder Harley investieren. Eine negative Folge hat das Interesse der Älteren an dem Fahrspaß auf dem Motorrad allerdings: das Rebellen-Image der Biker kommt immer mehr abhanden, was vor allem die Hersteller zu spüren bekommen, dem die jüngere Klientel davonläuft. Der Motorsport Verein mit älteren Vereinsmitgliedern wirkt auf die ganz jungen uncool. Und in Coolness wird investiert – wie die Modebranche berichten kann. Auch wird der Einstieg durch aufwendige Führerscheinprüfungen erschwert. Aus gutem Grund: schließlich ist die Mehrheit der an schweren Unfällen beteiligten Personen unter 50. Fahrer unter 25 sind unvorsichtiger und neigen eher dazu zu rasen und sich selbst zu überschätzen. Ältere sind einfach vorsichtiger und kennen eher ihre Grenzen.

