Das Hegenefischen
Als Hegene bezeichnet man hier eine Schnur, die auch von erfahrenen Anglern Vorfach genannt wird, von der seitlich bis zu fünf kürzere und in der Höhe versetzte Schnüre von abgehen. An diesen so genannten Seitenarmen befestigt man dann die Nymphen. Das sind Köder in Fliegenlarvenform oder auch andere kleine verschiedene Kunstköder. Am Ende der Hegene befindet sich dann ein Senkblei oder auch ein weiterer Köder, der oft an einem Pilker meist ohne Haken befestigt ist. Es wird hier also bei dieser Methode immer mit mehreren Ködern gleichzeitig gefischt. Es gibt aber auch verschiedene Arten mit der Hegene zu fischen. Bei der gebräuchlichsten und bekanntesten Methode wird die Hegene mit der Rute langsam angehoben und dann sehr schnell wieder abgesenkt. Durch diese Bewegung soll dann der Fisch angelockt werden. Bei der bekannten Schwimmermethode wird die Hegene unter eine Schwimmer oder auch Posenmontage montiert, damit die Köder somit in verschiedenen Höhen im Wasser treiben. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit dass Fische auch anbeißt. Bei dem Fang von Raubfischen, die im Oberwasser räubern wie Barsche oder Rapfen, wird die Hegene mit einem schlanken Pilker über eine weite Distanzen geworfen und kurz nach dem Auftreffen auf der Wasseroberfläche schnell wieder eingeholt. Diese Art des Angeln wurde höchst wahrscheinlich in der Schweiz entwickelt, wo es zahlreiche Spezialisten für das Binden einer fängigen Hegene gibt. Während man in der Alpenregion Felchen oder Maränen mit dieser Methode überlistet, wird sie im norddeutschen Raum oft auf den Barsch eingesetzt. Dort ist allerdings die Zahl der erlaubten Köder oft auf zwei bis drei begrenzt gehalten. Das Angeln ist mittlerweile ein weit verbreitetes Hobby.

