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DSL stärkt die Zivilgesellschaft

Ein Leben ohne Internet ist inzwischen für viele Deutsche unvorstellbar. Dies ist vor allem eine Folge der Verbreitung von DSL in den vergangenen Jahren. Erst durch DSL wurde das Internet für breite Bevölkerungsschichten attraktiv. In den Anfangszeiten des Internets, als man sich noch per Modem oder bestenfalls per ISDN Karte ins World Wide Web einwählte, waren die Internetverbindungen stets verhältnismäßig langsam. Entsprechend bescheiden waren die Möglichkeiten, die das Internet zu bieten hatte. Man konnte Texte lesen, man konnte E-Mails versenden, man konnte an Chats teilnehmen - doch viel mehr war nicht drin. Die schnellen Breitband-Internet-Verbindungen, die durch DSL möglich wurden, haben das Internet zweifellos revolutioniert. Vollkommen neuartige Anwendungen wurden möglich. Die Entwicklung ist soweit voran geschritten, dass man sogar den Fernsehkonsum via Internet vollziehen kann. Durch die günstigen Pauschaltarife, die so genannten Flatrates, die ebenfalls erst durch DSL möglich wurden, kann man inzwischen ohne Sorge über anfallende Gebühren ausgiebig surfen und auch selbst Internetseiten, Artikelverzeichnisse, Foren und Blogs betreiben. All diese interaktiven Web 2.0-Dienste stärken durch die in ihnen zu stattfindenden Diskurse und Debatten die Demokratie und die Zivilgesellschaft. DSL ist also keineswegs nur eine technische Revolution des Internets, sondern auch ein Beitrag zur Entwicklung des Gemeinwesens insgesamt. Bei DSL werden die Daten über die bereits bestehenden Telefonleitungen im Land übertragen, ohne dass dadurch die Möglichkeit des Telefonieren blockiert wird. Für die Datenübertragung werden nämlich andere Frequenzbereiche genutzt als für die Telefonie. Um die Signale für Internet und Telefonie zu trennen, benötigt der Internetnutzer einen so genannten Splitter, der Internet-Daten und Sprach-Signale voneinander trennt. Während die Internet-Daten zum DSL Modem geleitet werden, werden die Sprach-Signale dem Telefon zugeführt. Sämtliche für die Nutzung von DSL benötigten Geräte werden in aller Regel vom gewählten Internetprovider während der gesamten Vertragslaufzeit zur Verfügung gestellt.