Luftbildfotografie im Wandel der Zeit
Sicher kennen das die Meisten von uns: An der Tür klingelt ein freundlicher Mensch und will uns ein Luftbild von unserem Haus verkaufen. Sofort beschleicht uns ein mulmiges Gefühl. Darf der denn so einfach mein Haus aus der Luft fotografieren? Und mir jettz die Bilder zum Kauf anbieten? Ja, er darf. Doch überlegen Sie bitte ganz genau: Sie kaufen ein entwickeltes Foto für einen bestimmten Betrag. Ich kenne einen Bauern, der von seinem Hof ein Foto im Wert von heute 300 Euro gekauft hat. Und was passiert wenn das Bild kaputt geht oder verschmutzt ist. Oder nach Jahren an der Wand hängend vergilbt ist?
Ganz einfach, dann ist es unbrauchbar, und vom Verkäufer hat man oft weder eine Adresse geschweige denn eine Rechnung. Vermutlich werden solche Haustürbesuche in Zukunft noch mehr abnehmen, vor kurem gab es bei einem bekannten Internetauktionshaus eine Versteigerung von mehreren hundert CD-ROMs, alle vollgepackt mit Bildern einer pleite gegangenen Hubschrauberflotte, die bundesweit solche Aufnahmen gemacht und vertrieben haben.
Außerdem sieht man bei Bildern, die aus der Luft gemacht wurden, sehr oft nur sehr viel vom Dach und sonst eben nur die Grundstückgröße. Um Immobilien zu fotografieren, ist ohnehin die Hochbildfotografie besser geeignet als die Luftbildfotografie. Dabei wird mit einem speziellen Kameramast eine digitale Spiegelreflexcamera in eine Höhe von bis zu 16 Metern gebracht. Sie ist vom Boden aus fernsteuerbar, und über einen Kontrollmonitor kann man genau sehen was die Kamera auch sieht.
Das heißt, Sie als Kunde könnten also neben dem Hochbildfotografen stehen und sozusagen selbst Regie führen. Höhe und Perspektive also selbst mitbestimmen. Die Bilder erhalten Sie anschließend auf einer CD-ROM zugesandt inkl. aller Bildrechte, auf Wunsch werden Ihnen die Bilder auch fix und fertig entwickelt und gerahmt überreicht. Und das zu einem Preis, der um ein vielfaches günstiger ist, als ein einzelnes Foto, dass Sie an der Haustür kaufen.
