Kauftipps für Rauchmelder, Gasmelder und Hitzemelder
Durch die umfangreichen Aufklärungskampagnen in den Medien ist vielen Haus- und Wohnungsinhabern inzwischen bewusst, dass Rauchmelder bei Bränden ihr Leben retten können. Doch vielen ist nicht klar, welches System sich für ihre Zwecke am besten eignet. Daher an dieser Stelle einige Tipps.
Ganz gleich, für welches dieser Brandschutz-Systeme Sie sich entscheiden: Achten Sie beim Kauf auf VdS- geprüfte Qualität. Hochwertige Geräte erhält man im Sicherheitstechnik- Fachhandel. Billig- Importe haben oft genug bewiesen, dass man sich im entscheidenden Augenblick nicht auf sie verlassen kann. Wer bei der Anschaffung dieser Geräte an der falschen Stelle spart, vernachlässigt seine eigene Sicherheit sträflich.
Rauchmelder
Die klassischen Rauchmelder sind für die meisten Räume eines Hauses am besten geeignet. Sowohl in den Fluren, als auch in allen Schlaf- und Aufenthaltsräumen sollte man Rauchmelder installieren. Die Rauchsensoren in diesen elektronischen Geräten sorgen dafür, dass bereits kurz nach dem Ausbruch eines Brandes laute Warnsignale ertönen. Ob man Funkrauchmelder oder Kabel- gebundene Rauchmelder nutzt, spielt für die Sicherheit keine große Rolle. Funk-Rauchmelder verwendet man meistens, wenn die Geräte nachträglich installiert werden, während die Kabel für verkabelte Rauchmelder häufig schon beim Bau eines Hauses geschickt integriert werden können.
Aufgrund der hohen Sensibilität für jegliche Rauchentwicklung eignen sich Rauchmelder für Küchen und Garagen bzw. Werkstätten aber nur sehr bedingt. Meist wird man dort Gas- oder Hitzemelder einsetzen.
Gasmelder
Die schwersten gesundheitlichen Schäden entstehen bei Bränden häufig durch Gasvergiftungen mit Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid und andere hochgiftige Gase. Besonders heimtückisch ist, dass sich die Gase während es Schlafes der Bewohner unbemerkt in den Räumlichkeiten ausbreiten und so mitunter sogar zum Tode führen können. Gasmelder (Rauchgasmelder) entfalten ihre Wirkung bei einer zu hohen Konzentration dieser Gase und alarmieren die Bewohner rechtzeitig. Man installiert sie in Räumen, in denen Rauchmelder aufgrund der dort üblichen Rauchentwicklung versagen würden. Dazu zählen Küchen und Werkstätten, vor allem aber auch Keller, in denen Gasleitungen verlaufen, so dass man Lecks in den Leitungen frühzeitig bemerkt.
Hitzemelder
Hitzemelder, auch Wärmemelder genannt, alarmieren die Bewohner sofort, wenn die Umgebungstemperatur einen Grenzwert von meist ca. 60°C überschreitet. Auch bei zu plötzlich ansteigender Temperatur schlagen dieser Geräte an. Sie sind zwar preiswert, haben aber auch Nachteile. So warnen sie während einer Brandentwicklung relativ spät. Wenn sich in einer Wohnung nachts ein Schwelbrand entwickelt, können die Bewohner durch die Gase bereits ernsthaft in Gefahr gekommen sein, bevor die Raumtemperatur den Hitzemelder auslöst. Daher verwendet man in Wohnräumen vorzugsweise Rauchmelder, während die Hitzemelder gern für rauchige Küchen, Werkhallen und Bürogebäude genutzt werden, wo sie häufig zum Auslösen der Sprinkleranlagen genutzt werden.
Moderne Gas,- Hitze- und Rauchmelder werden zwar oft mit Longlife- Batterien betrieben. Teilweise sind sie sogar an das Stromnetz angeschlossen. Aber natürlich unterliegen sie auf lange Sicht den unumgänglichen Verschleißerscheinungen. Daher ist es wichtig, sie in regelmäßigen Abständen auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Dazu drückt man den hoffentlich vorhandenen Testknopf, um zu hören, ob die Warnsignale noch prompt und laut vernehmlich ertönen.
