Wie richte ich mir eine brauchbare Fahrradwerkstatt ein?
Die eigene Fahrradwerkstatt ist der Traum jedes Bikers, vorausgesetzt, er hat das notwendige Know how. Kleine Reparaturen am Fahrrad sparen Geld und Zeit, besonders, wenn man das Rad täglich braucht.
Welches Handwerkzeug gehört nun zur Grundausstattung einer Fahrrad-Werkstatt?
Imbusschlüssel, um die Bremsen und die Sattelhöhe einzustellen. Es gibt speziell für Radfahrer ein Erste-Hilfe-Imbusset mit einem Kettenlöser. Oder man kauft einen Sternsteckschlüssel mit dem Innensechskant von vier, fünf und sechs Millimetern.
Einen Seitenschneider, um Bremszüge und ausgefranste Drahtenden zu kürzen.
Zum Schlauchflicken ein Flickset mit Schmirgelpapier, Kleber und Flicken. Zum Ablösen des Mantels einen speziellen "Löffel" aus Plastik.
Zur Reinigung der Kette kann man speziellen Kettenreiniger im Fachhandel oder auch Nitroverdünnung im Baumarkt kaufen. Für die Kettenreinigung braucht man ein großes Glas, in das die Nitriverdünnung gefüllt wird und durch das dann die kette gezogen wird. Dies muss wegen der entstehenden Gase im Freien stattfinden! Damit die Kette anschließend wie geschmiert läuft ohne zu springen, muss sie mit speziellen Kettenfett gefettet werden. Mit einem Lappen wird das überschüssige Fett abgewischt, damit die Hose sauber bleibt.
Wer eine Acht im Laufrad ausbügeln möchte, braucht neben einem Felgenspanner auch gewisse Übung. Diese Arbeit sollte man einem Fachmann überlassen.
Während der Arbeit am Fahrrad ist ein Montageständer sehr hilfreich. Hier wird der Rahmen eingespannt und man kann sein Rad problemlos drehen. Montageständer sind in Preisklassen zwischen zehn und 200 Euro erhältlich.
Komplette Werkzeugkoffer gibt es für etwa 40 Euro im Handel. Empfehlenswert sind auch sogenannte Faltwerkzeugen. Ähnlich wie bei einem Taschenmesser lassen sich bis zu 18 verschiedene Werkzeuge aufklappen.
Aber Vorsicht bei Reparaturen während der Garantie- oder Gewährleistungszeit. Wer selbst oder vom Fahrradmechaniker reparieren lässt, verwirkt seine Garantieleistungen.
Vorsicht auch, wenn man das Rad von Freunden und Bekannten repariert. Wenn es zu Unfällen kommt auf Grund unsachgemäßer Reparatur, kann es zu Schadensansprüchen kommen. Ein professioneller Fahrradmechaniker hat aus diesem Grund eine Haftpflichtversicherung, die ihn im solchen Fällen vor großen finanziellen Belastungen schützen.
Wer professionell Farräder raparieren oder zusammenbauen möchte, braucht eine Ausbildung zum Fahrradmechaniker. Wer eine eigene, professionelle Werkstatt eröffnen möchte, braucht dazu einen Meisterbrief. Denn das Vertrauen seiner Kunden sollte man nicht aufs Spiel setzen.

