Aktienfonds kaufen oder lieber selber sein Aktiendepot zusammenstellen?
Eine Geldanlage in Aktien gehört zu den renditestärksten Investitionsmöglichkeiten überhaupt. Die Zahlen aus den vergangenen Perioden belegen deutlich, dass mit Aktien die höchste Rendite erzielt werden kann. Es gibt es für Anleger zwei Möglichkeiten in Aktien zu investieren. Einmal die Direktinvestition und einmal über einen Aktienfonds.Egal für was sich der interessierte Anleger entscheidet, bei beiden Investitionsmöglichkeiten geht es um das Erwirtschaften von Rendite. Doch sollte auf die Unterschiede von beiden Investitionsarten hingewiesen werden.
Für erfahrene Anleger und Profis kommt natürlich nur eine Direktinvestition in Aktien in Frage. Sie verfügen über das notwendige Wissen und auch die Erfahrung um die richtigen Aktien zu kaufen und in ihr Depot zu stellen. Wer sich selbst um seine Geldanlage kümmert, muss selbstverständlich mit dem Risiko leben, wenn er Verluste macht. Dafür ist der Anleger dann selbst verantwortlich, genauso wie im Falle der Risikostreuung. Sein Vermögen nur in Aktien eines Unternehmens zu stecken ist äußerst riskant und hat nichts mit intelligenter und langfristiger Geldanlage zu tun. Ein Nachteil dieser Investition ist der benötigte Geldaufwand. Um in möglichst viele unterschiedliche Aktien zu investieren braucht man als Anleger schon ausreichend Kapital. Gerade für jüngere Anleger, die mit dem Kapital eine größere Investition zu einem späteren Zeitraum machen möchten, gestaltet sich die Risikostreuung sehr schwierig. Es sei denn man möchte nur jeweils eine Handvoll Aktien kaufen, dann würde sich auch eine Investition mit wenig Geldvermögen anbieten.
Doch für Anleger mit weniger Startkapital gibt es die Aktienfonds, die das Kapital der Gesellschaft in viele Aktien vieler verschiedener Unternehmen gesteckt haben. Der Anleger investiert sein Geld also in das vorhandene Aktiendepot der Fondsgesellschaft und braucht sich darum nicht mehr zu kümmern. Das Problem der Risikostreuung ist dann keines mehr. Auch zukünftige Transaktionen, wie der Verkauf von schlechten Aktien und der Zukauf von guten Aktien wird durch das Fondsmanagement geregelt. Diese Dienstleistung seitens des Aktienfonds muss der Anleger natürlich vergüten. Beim Kauf von Fondsanteilen wird in der Regel ein Ausgabeaufschlag fällig, der häufig bei 5 % des Kaufpreises liegt, sowie jährliche Gebühren, mit denen die Transaktionskosten und die Managergehälter gedeckt werden.
Jetzt sind Aktienfonds nicht gleich Aktienfonds. Der oben beschriebene Fonds, mit dem Ausgabeaufschlag und den jährlichen Gebühren, ist ein typischer aktiv gemanagter Aktienfonds. Das Gegenstück dazu ist der ETF, der Index-Fonds. Hierbei richtet sich das Fondsmanagement exakt nach dem Index der Börse. Die Transaktionen pro Jahr werden dadurch auf ein Minimum reduziert und es werden keine Ausgabeaufschläge fällig, was die gesamten Kosten für den Anleger sehr minimiert. Meist liegt die Rendite der ETFs auf dem Niveau der gesamten Börse. Bei den aktiv gemanagten Aktienfonds ist die Performance oft unterschiedlich. So erreichen einige Fonds Renditen, die über dem Index liegen, viele erreichen diese Renditen aber nicht. Durch die Gebühren kommen Anleger bei diesen Fonds manchmal schlechter weg, als Anleger der ETF Fonds.
Für was man sich letztendlich entscheidet, sollte vom eigenen Know-How und vom finanziellem Vermögen abhängig gemacht werden. Aber egal welches Investment es sein soll, Viel Glück!

